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EU-Verpackungsplänen fehlt Praxisbezug: Paletten und Co. sind mobile Kohlenstoffspeicher!

16. Mai 2023


Vom Camembert in der runden Verpackung aus Pappelholz über Klopapier auf Paletten bis zu Hightech-Maschinen in großen Kisten: Holzverpackungen sind für Verbraucher und Unternehmen allgegenwärtig. Getreu dem Motto „Vermeiden – Wiederverwenden – Recyceln“ will die Europäische Kommission nun Verpackungen noch stärker regulieren. Egal, ob sie aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz oder aus fossilen Rohstoffen sind. Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. fordert deshalb, in dem Verpackungs-Paket aus Brüssel klar und unmissverständlich zwischen erneuerbaren Materialien wie Holz und solchen auf fossiler Basis zu trennen und den Verwendungszweck differenziert zu betrachten. 
 
Bad Honnef. Die EU-Kommission hat sich mit ihrem Vorschlag zu Verpackungen und Verpackungsabfällen (PPWR) das nächste dicke Brett für ihren „Green Deal“, ihren Grünen Pakt, vorgenommen. Auf 172 Seiten breitet sie im Verordnungsentwurf ihre Pläne für mehr Wiederverwertung und Recycling aus, von Minderungszielen beim Verpackungsabfall bis zu Mehrwegquoten für Verpackungen. „Die EU-Kommission hat viel Papier aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz beschrieben, doch leider hat Brüssel in Punkto Verpackungen vergessen, der zentralen Eigenschaft des Holzes als nachwachsendem Rohstoff gerecht zu werden“, kritisiert HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner und erläutert: „Stattdessen wird beinahe schon krampfhaft versucht, die Ideen regulatorischer Anforderungen inklusive überbordender Bürokratie für Kunststoffe nun auch Holz und allen anderen Materialien überzustülpen.“ Allein rund drei bis vier Milliarden Paletten sind nach Angaben des europäischen Branchenverbands FEFPEB in der EU ständig in Umlauf. Dabei binden sie zusammen rund 100 Millionen Tonnen CO
2. „Das zeigt: Holzverpackungen sind ein wertvoller mobiler Kohlenstoffspeicher. Sie sind für die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs ebenso unverzichtbar wie für die produzierende Industrie, die Exportwirtschaft und die kritischen Infrastrukturen. Fast alles wird in oder auf Holzpackmitteln und Paletten transportiert. Darauf basieren der nationale und grenzüberschreitende Warenverkehr sowie die Logistikketten. Das wird schlichtweg vergessen“, kritisiert Kirschner. 
 
Gründlichkeit und Versorgungssicherheit beachten
Auch an anderen Stellen des aktuellen Kommissionsvorschlags fehlt es nach Auffassung des HPE noch am notwendigen Praxisbezug. Der Kommissionsvorschlag hat Verpackungen für den privaten Verbrauch und Kunststoffe im Fokus. Holzverpackungen sind aber meist nicht für Endverbraucherprodukte gedacht. „Dies muss in der Verordnung seinen Niederschlag finden, anstatt unverständliche oder nutzlose Anforderungen zu stellen“, sagt Kirschner. Für Industrie- und Exportverpackungen und insbesondere für die transportierten Waren zählen Sicherheit und Unversehrtheit. Neue Maschinen sollten bei ihrer Ankunft am endgültigen Bestimmungsort in fabrikneuem Zustand sein und keine Spuren von Rost usw. aufweisen. Um Korrosion oder ähnliche Probleme während des Transports und der Lagerung zu verhindern, werden Trockenmittel und andere Materialien für Schutzmaßnahmen verwendet. Diese Verpackungsmaterialien können wegen ihrer Funktion und weil sie auf die Bedürfnisse der transportierten Güter zugeschnitten sind, nicht wiederverwendet werden. Da Maschinen und andere Güter oft sehr schwer sind, unterschiedlichste Geometrien aufweisen, dezentrale Schwerpunkte und verschiedene Befestigungspunkte haben, ist die im Verordnungsentwurf vorgesehene Verpackungsminimierung bei Industrieverpackungen kaum möglich. Der wichtigste Aspekt ist, dass Holzpaletten und -verpackungen „zweckmäßig“ sind und ihren „bestimmungsgemäßen Gebrauch“ erfüllen können. „Der einseitige Blick auf die Minimierung, die in anderen Bereichen wie Kosmetika oder ähnlichem angebracht sind, würde im Bereich der Holzverpackungen einfach zu vielen Schäden führen. Zudem steigen die Gefahren für handhabende Personen deutlich“, warnt Kirschner. 
 
Gegen nationale Sonderwege und Freifahrtsscheine für die EU-Kommission
Der HPE warnt außerdem vor nationalen Sonderwegen bei Umsetzung der PPWR. So wendet sich der Verband gegen Herstellerregister auf nationaler Ebene. „Es reicht ein europäisches, zentrales Register für alle, bei dem der Nutzer der Plattform seine Zielländer auswählen kann“, betont Kirschner und wendet sich gegen Alleingänge, wie sie in Italien oder Frankreich schon Realität sind. „Um eine vollständige Harmonisierung im EU-Binnenmarkt zu sichern und eine Marktfragmentierung zu verhindern, sollten die EU-Mitgliedstaaten keine Anforderungen einführen dürfen, die über das auf EU-Ebene festgelegte Niveau hinausgehen“, verlangt er. 
 
Der HPE erachtet die Einrichtung eines technischen Ausschusses auf EU-Ebene, der sich aus Vertretern der EU-Kommission, der nationalen Behörden und der gesamten Verpackungswertschöpfungskette zusammensetzt als unerlässlich. Dass die Einbindung von Experten für teilsektorspezifische Fragen zur Entwicklung der zahlreichen Durchführungs- und delegierten Rechtsakten, zu deren Schaffung der EU-Kommission das alleinige Recht eingeräumt werden soll, alternativlos ist, macht Kirschner an folgendem Beispiel deutlich: „Palettenumhüllungen und Umreifungsbänder zur Stabilisierung und zum Schutz von auf Paletten transportierten Produkten sollen laut dem Willen der Kommission wiederverwendet werden. Der Grundgedanke der ‚Wiederverwendung vor Recycling‘ ist ja grundsätzlich richtig. Aber diese beiden Packhilfsmittel sind beim besten Willen nicht wiederverwendbar. Stretchfolien werden gedehnt und kehren nicht in ihren Ursprungszustand zurück. Wie Umreifungsbänder sind sie individuell zugeschnitten und können somit nicht für andere Verpackungen wiederverwendet werden.“ 
 
Die nächste Europawahl im Frühjahr 2024 wirft ihre Schatten voraus. Bis dahin soll das Gesetzespaket verabschiedet sein. „Doch darf die Gründlichkeit der Gesetzgebung und der Blick auf die Folgen für Wirtschaft und Versorgungssicherheit darunter nicht leiden“, mahnt Kirschner. 


Zum HPE:

Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. feierte 2019 sein 150-jähriges Bestehen. Er ist ein Fachverband mit mehr als 420 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 % des Branchenumsatzes von rund 2,3 Mrd. Euro repräsentieren. Die Mitglieder des HPE sind Anbieter von Paletten, Packmitteln, Kabeltrommeln, Steigen und Spankörben aus Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung, zum Funktionieren der Wirtschaft und Logistikketten sowie der kritischen Infrastrukturen. Der hochgerechnete Holzbedarf der Branche liegt – inklusive der Kleinbetriebe unter 20 Mitarbeitern – bei rund sechs Mio. Kubikmetern. Weitere Informationen unter www.hpe.de



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Pressekontakt:
Alexander Knebel
Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie e.V.
Chausseestraße 99, 10115 Berlin 

alexander.knebel@holzindustrie.de
 
Mobil: +49 151 25006883


von Maximilian Fuchs 26. September 2024
26. September 2024 Bad Honnef. Nürnberg, 26.09.2024 – EPAL Deutschland und der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) ziehen eine positive Bilanz ihrer gemeinsamen Präsenz auf der FachPack 2024, der führenden Fachmesse für Verpackungen, Prozesse und Technik. Angesichts herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erlebte der viel gelobte Messestand der beiden Organisationen eine hohe Besucherfrequenz. Nachhaltigkeit und die kommende EU-Verpackungsverordnung (PPWR) waren die am häufigsten angesprochenen Themen auf der FachPack. Viele der überwiegend vertretenen Kunststoffverpackungshersteller setzten auf Bäume und Wald als grafische Symbole für ihre Umweltaussagen. Die Vertreter der Holzpackmittelbranche auf der Messe deuten dies sowie die sehr gute Besucherresonanz und die zunehmenden Anfragen nach Holzpackmitteln als eine Bestätigung ihrer Vorbildfunktion: Holzverpackungen sind mobile Kohlenstoffspeicher aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz und somit eine natürliche Alternative zu erdölbasiertem Plastik. „Die deutliche Nachfrage nach Holz-Ladungsträgern und Verpackungsmitteln unterstreicht die Relevanz nachhaltiger Lösungen in der Verpackungsindustrie, insbesondere nach der Europalette als leicht zu tauschenden und zu reparierenden Palettentyp, der seit 1961 das Synonym für alle Arten von Paletten ist", erklärt Suzanne Giurlando, Geschäftsführerin von EPAL Deutschland. „Die FachPack hat das Potenzial von Holzverpackungen insgesamt deutlich gemacht, denn auch individuelle Paletten, Exportkisten oder Kabeltrommeln sind aus unserer Wirtschaft nicht wegzudenken. Warum auch?", ergänzt Marcus Kirschner, Geschäftsführer des HPE und verweist auf die ausgestellten Exponate am Messestand. Der Messestand selbst war auch aus Holz gefertigt, Teile des letzten Standes wurden wiederverwendet. „Unser Stand zog zahlreiche Mitglieder, Lizenznehmer und viele Kunden der Holzpackmittelbranche zum ‚Meet and Greet' an", äußern sich Giurlando und Kirschner sichtlich stolz über ihren Erfolg. Der Messestand war der zentrale Treffpunkt für Gespräche über die neuen Regularien und Verordnungen aus Brüssel, die für Lieferanten, Hersteller, Reparateure und Kunden von Bedeutung sind. Dabei dominierten vor allem drängende Fragen zur kommenden EU-Verordnung zu Entwaldungsfreien Lieferketten (EUDR), die auch Soja, Kaffee, Fleisch und viele weitere Produkte betreffen wird. „Dass die EU-Kommission nun endlich den zum Jahreswechsel geplanten Start der Verordnung um ein Jahr verschieben will, ist ein erster richtiger Schritt, dem Rat und Parlament nun folgen müssen. Dei Kommission muss zudem eine realistische Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, statt die Einhaltung von bürokratischem Wahn vom kleinen Mittelstand zu fordern. Selbstreflektierend sollte man mal darüber nachdenken, dass die selbstgesteckten Ziele, wie zum Beispiel für die im Sommer krachend gescheiterte Online-Plattform, nicht erreicht werden. Dies verunsichert auch die Kundenbranchen, die mit Erfüllungserklärungen auf die Holzpackmittelbranche und auch die anderen Branchen losstürmen, obwohl sie selbst gar nicht von der EUDR betroffen sind. Warum jedes Mal eine neue Referenznummer? Bei der ISPM 15 Nummer gibt es auch nur eine und das funktioniert prima," erklärt Kirschner das aus seiner Sicht peinliche Scheitern der EU-Kommission in der Sache. Trotz gesamtwirtschaftlicher Rezession und sehr bescheidenem Ausblick war die Stimmung am gemeinsamen Messestand von EPAL Deutschland und HPE gut. Giurlando erkennt darin die Gewissheit, dass Holzverpackungen alternativlos sind: „Die Eigenschaft von Paletten und Holzpackmitteln als mobiler Kohlenstoffspeicher ist ein entscheidender Baustein für die Dekarbonisierung der Wirtschaft. Die positive Stimmung und die Qualität der Gespräche während der FachPack bestärken HPE und EPAL Deutschland in unserer Mission." Bildmaterial zum Download: Ansicht 1 des gemeinsamen Messestandes von EPAL und HPE, Bildquelle: ekom Ansicht 3 des gemeinsamen Messestandes von EPAL und HPE, Bildquelle: ekom Zu EPAL Deutschland: Die EPAL Deutschland e. V. ist ein eingetragener rechtsfähiger Verein, der als deutsches Nationalkomitee der European Pallet Association e. V. (EPAL) in Deutschland u.a. mit der Qualitätssicherung von EPAL-Paletten und EPAL-Gitterboxen beauftragt ist und den Zeichenrechtsinhaber vertritt. Zum HPE: Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. feierte 2019 sein 150-jähriges Bestehen. Er ist ein Fachverband mit mehr als 420 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 % des Branchenumsatzes von rund 2,3 Mrd. Euro repräsentieren. Die Mitglieder des HPE sind Anbieter von Paletten, Packmitteln, Kabeltrommeln, Steigen und Spankörben aus Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung, zum Funktionieren der Wirtschaft und Logistikketten sowie der kritischen Infrastrukturen. Der hochgerechnete Holzbedarf der Branche liegt – inklusive der Kleinbetriebe unter 20 Mitarbeitern – bei rund sechs Mio. Kubikmetern. Weitere Informationen unter www.hpe.de
von Maximilian Fuchs 26. März 2024
26. März 2024 Bad Honnef. Was haben ein 15 x 10 m großer Adler, ein Flughafen-Body-Scanner und ein Stahlwerk gemeinsam? „Ganz gleich ob Kunst, High-Tech oder ganze Industrieanlagen – sie alle müssen in anspruchsvolle Holzkisten verpackt werden, um unversehrt ans Ziel irgendwo auf der Welt zu gelangen. Dazu braucht es Menschen, die täglich Spaß an Neuem und am Umgang mit dem natürlichen Werkstoff Holz haben und die etwas mit ihren Händen erschaffen möchten“, erklärt Marcus Kirschner, Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) und lädt zur Ausbildung zum Holzmechaniker in der Branche ein. Die Fristen für das im Herbst beginnende Ausbildungsjahr 2024 laufen bereits, doch Bewerbungen sind bei den Unternehmen weiterhin möglich. Eine Kiste ist selten nur eine Kiste: Sie muss ihren Inhalt schützen, Belastungen zuverlässig standhalten, eine Reise um die ganze Welt überstehen, ressourcenschonend und wirtschaftlich sein. „Ich bin immer etwas stolz darauf, wenn ich sehe, welche tollen Kisten und Exportverpackungen für ihre Reise um die Welt ich am Ende eines Tages mit meinen eigenen Händen und mit den von mir bedienten Maschinen gebaut habe“, erklärt Phil Hartmann mit ein wenig Fernweh in seinem Blick. Der 21-Jährige hat im vergangenen Jahr seine Ausbildung zum Holzmechaniker in einem Mitglieds-Unternehmen des HPE abgeschlossen. Seine Weiterbeschäftigung stand außer Frage. „Mein Beruf ist krisensicher, Verpackung wird immer gebraucht. Außerdem habe ich schon in der Lehre ganz ordentlich verdient. Das war für mich eine völlig neue Erfahrung. Ich war plötzlich unabhängig und musste nicht mehr meine Eltern um alles bitten“, berichtet er. „Ich habe mir einen Gaming-PC gekauft und war das erste Mal mit meiner Freundin im Urlaub. Darauf möchte ich nicht mehr verzichten.“ Die Ausbildung dauert für gewöhnlich drei Jahre. In den ersten beiden Jahren erlernen die Auszubildenden grundlegende Fachkompetenzen. Dazu gehört beispielsweise das Bedienen von hydraulischen, elektrischen und elektrotechnischen Steuer- und Regeleinrichtungen, das Anfertigen von Schablonen, sowie die Bearbeitung von Holz und Holzwerkstoffen, aber auch von anderen Werkstoffen, per Hand und mit Maschinen. Ebenso gehört es dazu, Teile zusammenzubauen und Produkte für den Versand vorzubereiten. „Ich war nie ein sehr guter Schüler, aber in der Ausbildung habe ich etwas gelernt, woran ich Spaß habe und was mich weiterbringt“, fasst Hartmann seine Erfahrungen zusammen: „Einmal habe ich ein altes Motorrad verpackt, das in die Staaten verschifft wurde. Mein Opa hat mir erzählt, dass er auch einmal so eines hatte. Es ist ohne jeden Kratzer angekommen, der Kunde war sehr zufrieden.“ Im dritten Jahr teilen sich die Fachrichtungen. Für die HPE-Branche heißt die Fachrichtung: Herstellung von Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen. „Fachkräfte mit dieser Spezialisierung produzieren Transportverpackungen und Packmittel, sie lernen etwas zu Fenstern, Türen, Treppen und anderen Bauelementen aus Holz“, sagt Kirschner. Der Fachverband HPE bietet die Möglichkeit, sich bereits während der Ausbildung Zusatzwissen anzueignen. In einem vom HPE zusammen mit der Holzfachschule Bad Wildungen konzipierten überbetrieblichen Lehrgang steht der praktische Bau von Grundkonstruktionen im Vordergrund. Die Gelegenheit haben auch Hartmann und sein Lehrbetrieb genutzt: „In der zweiten Woche konnte ich zudem den Staplerschein machen. Das ist für meine Arbeit vorteilhaft und macht Spaß. Autofahren kann schließlich jeder“, sagt Hartmann und plant schon seine nächste Urlaubsreise, inspiriert von den Zielen, an die „seine“ Kisten versendet wurden. Bildmaterial: Bild 1: Mit den Händen erschaffen für eine Reise um die Welt, Bildquelle: HPE/Holzindustrie Dresden Bild 2: Große Güter brauchen große Kisten, Bildquelle: Gebr. Robers Bild 3: Stapler für jeden Zweck und jedes Gewicht, Bildquelle: HPE/Holzindustrie Dresden Zum HPE: Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. feierte 2019 sein 150-jähriges Bestehen. Er ist ein Fachverband mit mehr als 420 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 % des Branchenumsatzes von rund 2,3 Mrd. Euro repräsentieren. Die Mitglieder des HPE sind Anbieter von Paletten, Packmitteln, Kabeltrommeln, Steigen und Spankörben aus Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung, zum Funktionieren der Wirtschaft und Logistikketten sowie der kritischen Infrastrukturen. Der hochgerechnete Holzbedarf der Branche liegt – inklusive der Kleinbetriebe unter 20 Mitarbeitern – bei rund sechs Mio. Kubikmetern. Weitere Informationen unter www.hpe.de
von Maximilian Fuchs 20. Juli 2023
20. Juli 2023 Bad Honnef. Ob Maschinen für die Industrie oder Konsumprodukte für Verbraucher: Im europäischen und globalen Gütertransport haben diese Waren eines gemeinsam: Sie finden in passenden Behältern aus Holz, auch bekannt als Transportkisten, den Weg zum Kunden. Worauf es ankommt, damit diese Kisten aus dem klimafreundlichen Rohstoff Holz sicher ans Ziel gelangen, erklärt der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE). In einer Zeit der Massenproduktion für eine weiter steigende Weltbevölkerung sind Unternehmen weltweit auf Handel und verlässlichen Gütertransport angewiesen. Das gilt nicht zuletzt für den Transport von Produktionsmitteln wie Mikroelektronik oder Groß-Maschinen. Die passende und sichere Hülle für Teile und ganze Maschinen kommt meist umweltfreundlich aus Holz daher. „So wie Tischlereien individuell Möbel fürs Wohnzimmer bauen, so fertigen unsere Firmen nach Kundenwunsch die richtigen Holzpackmittel, sei es für den regionalen Bedarf oder für den Weg über Landesgrenzen und Weltmeere“, sagt HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner und erklärt: „Nur durch exakte Maßarbeit passen die Kisten später wie angegossen zum Inhalt und überstehen auch die härtesten Strapazen auf oft langen Routen.“ Vom Motor fürs Kraftwerk bis zum Kunstwerk fürs Museum Als Rohstoff für die Kisten dient Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Den Maßen des jeweiligen Packstückes entsprechend, werden das Holz und die Holzwerkstoffe dann mit modernsten Maschinen in die richtige Größe und Form gebracht, damit nach dem Zusammenbau der Kiste zum Beispiel Anlagenteile für die Wasser- oder Stromversorgung oder auch empfindliche Kunstwerke fürs Museum sicher verpackt werden können. Weitere Schritte wie Hitzebehandlungen gemäß ISPM 15 Standard sind beim Export zu Zielen außerhalb Europas verpflichtend. Bei hohen Gewichten sind oft auch Schlosserarbeiten Teil der Produktion. „Besonders wichtig ist die Kennzeichnung der Kisten mit international anerkannten Piktogrammen zu Schwerpunkten, Anschlagpunkten für Kran- oder Staplerhandling oder zulässigem Temperaturbereich. Ebenso sind ggf. Feuchtigkeits-, Kipp- oder Stoßindikatoren anzubringen. Damit die Arbeit in der Lieferkette optimal vorangeht und die Ware sicher ans Ziel kommt“, erklärt Kirschner. Kistentypen gibt es viele. Kisten können entweder zerlegt zum Kunden gebracht werden oder der Kunde liefert die zu verpackende Maschine. „Von Kleinformaten bis Breakbulk, also zu Übergrößen, die auch nicht mehr in klassische Container passen reicht das Spektrum, je nach Bedarf“. erläutert Kirschner die Vielfalt der Lösungen. Vom Werkhof in die weite Welt Auch das Innenleben der Kisten steht ganz im Dienste der Produkte. Diese sind oft asymmetrisch, rund, oval und eckig oder haben Anschlussstutzen. Daher sind die passgenauen tragenden Innenkonstruktionen der Kiste essentiell. Dafür sollte vorab geklärt werden, welche Belastungen und Anforderungen beim Transport bevorstehen und wo der Schwerpunkt liegt. Werden Kräne eingesetzt oder sind nur Gabelstapler im Einsatz? Geht es komplett auf der Straße zum Ziel, sind Schienen- oder Lufttransport vorgesehen oder steht ein Seetransport bevor? „Auch der häufig vorkommende kombinierte Transport auf verschiedenen Verkehrsträgern wie Straße und Schiene ist eine tägliche Herausforderung. Besondere Einbauten wie Luftkissenpolster oder schwingungs- und stoßdämmende Elemente schützen die hochwertigen Güter vor möglichen Transportschäden zu“, erklärt Kirschner. „Vollbremsungen oder Schlaglöcher auf der Straße, hoher Seegang oder Turbulenzen in der Luft sind dann kein Problem.“ „Entscheidend sind letztlich zwei Dinge: Die wertvollen Produkte müssen sicher verpackt an ihr Ziel kommen. Und alle, die dies entlang der Lieferkette sicherstellen, müssen auch sicher mit den mobilen Kohlenstoffspeichern aus Holz arbeiten können”, erklärt Kirschner die Aufgabe der Holzverpackungen. Pressekontakt: Alexander Knebel Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie e.V. Chausseestraße 99, 10115 Berlin alexander.knebel@holzindustrie.de Mobil: +49 151 25006883 Zum HPE: Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. feierte 2019 sein 150-jähriges Bestehen. Er ist ein Fachverband mit mehr als 420 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 % des Branchenumsatzes von rund 2,3 Mrd. Euro repräsentieren. Die Mitglieder des HPE sind Anbieter von Paletten, Packmitteln, Kabeltrommeln, Steigen und Spankörben aus Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung, zum Funktionieren der Wirtschaft und Logistikketten sowie der kritischen Infrastrukturen. Der hochgerechnete Holzbedarf der Branche liegt – inklusive der Kleinbetriebe unter 20 Mitarbeitern – bei rund sechs Mio. Kubikmetern.  Weitere Informationen unter www.hpe.de