80 Prozent der weltweiten Warenlieferungen erfolgen mit Holzpackmitteln
5. November 2026
Bad Honnef, 05.11.2026. Ob Lebensmittel für den Supermarkt, Bauteile für die Automobilindustrie oder Maschinen für den Export: Bei rund 80 Prozent der weltweiten Warenlieferungen kommen Holzpackmittel zum Einsatz. Paletten bündeln Güter, Kisten schützen empfindliche Produkte und Transportböden tragen schwere Lasten. Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) erklärt, welche Leistungen hinter diesen oft übersehenen Helfern des Welthandels stehen.
Ob neue Eisenbahnräder für die S-Bahn, Schaltschränke für die Steuerung im Wasserwerk oder neue Toilettenschüsseln, überall steht meist das fertige Produkt im Fokus. Der Weg vom Hersteller über Lager und Umschlagplätze bis zum Kunden bleibt dagegen im Hintergrund. Dabei kommt es auf jedem Abschnitt darauf an, dass sich die Waren sicher bewegen, lagern und verladen lassen. „Unsere Produkte stehen selten im Rampenlicht. Meist stehen andere Produkte auf ihnen“, sagt HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner. „Doch bevor eine Ware im Regal liegt oder eine Maschine beim Kunden ankommt, muss sie transportiert, gelagert und umgeschlagen werden. Holzpackmittel schaffen dafür die Grundlage.“
Passende Verpackungen für wertvolle Fracht
So unterschiedlich wie die Güter sind auch die Anforderungen an ihre Verpackung. Während sich viele Waren auf standardisierten Paletten transportieren lassen, benötigen große Maschinen oder empfindliche Anlagenteile individuell angefertigte Lösungen. Gewicht, Abmessungen und Transportweg bestimmen, wie Kisten und Transportböden konstruiert und die Güter darin oder darauf gesichert werden. Die Leistung der Verpackungsbetriebe reicht deshalb weit über den Bau einer Holzkiste hinaus. Sie planen, wie sich Lasten verteilen und Waren gegen Verrutschen sichern lassen. Je nach Transport kommen weitere Schutzmaßnahmen hinzu, etwa gegen Feuchtigkeit und Korrosion. So wird aus einer Verpackung eine auf die jeweilige Fracht abgestimmte Transportlösung.
Neu produziert, vielfach genutzt
Im Jahr 2025 produzierten die deutschen Holzpackmittelhersteller knapp 100 Millionen Paletten. Die Neuproduktion ist jedoch nur ein Teil der Versorgung. Gebrauchte Paletten werden häufig wiederverwendet. Nach einer Prüfung werden sie bei Bedarf repariert und erneut eingesetzt. Auch andere Holzpackmittel können auf diese Weise mehrere Nutzungszyklen durchlaufen. Dazu trägt HPECycle bei, das bundesweite Rücknahmenetzwerk des HPE. Unternehmen können gebrauchte Paletten und andere Holzpackmittel bei teilnehmenden Fachbetrieben abgeben. Diese prüfen, welche Produkte unmittelbar wiederverwendet werden können und wo Reparaturen notwendig sind. Das Netzwerk ergänzt bestehende Wiederverwendungssysteme der Branche. Ist ein weiterer Einsatz als Packmittel nicht mehr möglich, kann geeignetes Altholz beispielsweise zu Palettenklötzen oder Spanplatten verarbeitet werden. So bleibt das Material auch nach dem Ende seiner Nutzung als Transportverpackung ein Rohstoff für neue Produkte.
Ein genauer Blick auf die Logistik lohnt sich
Wie eng Produktion, Transport und Versorgung miteinander verbunden sind, zeigt sich besonders dann, wenn Lieferketten ins Stocken geraten – etwa durch eine Pandemie oder blockierte Seewege. Doch auch im normalen Betrieb hängt viel davon ab, dass die einzelnen Schritte ineinandergreifen. Eine produzierte Maschine muss sicher beim Kunden ankommen, Bauteile müssen für die Weiterverarbeitung bereitstehen und Lebensmittel den Handel erreichen.
„Eine fertige Ware ist noch keine gelieferte Ware“, betont Kirschner. „Unternehmen brauchen die passenden Paletten und Verpackungen zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Unsere Betriebe schaffen damit eine wichtige Voraussetzung dafür, dass aus Produktion auch verlässliche Lieferung wird.“
Zum HPE:
Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. vertritt seit 1869 die Interessen der mehr als 430 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie auf Bundes- und europäischer Ebene. Als Anbieter von Paletten, Kisten, Exportverpackungen, Kabeltrommeln, Steigen und Spankörben aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik fördern die Mitglieder des HPE die Verwendung dieser mobilen Kohlenstoffspeicher in den Lieferketten.
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Foto: © HPE. Mit KI bearbeitet.









